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Beste Reisezeit für die Philippinen: Trockenzeit, Taifunsaison und Regionen

Der Flug ist gebucht, die Fähre nach Bohol auch, und dann meldet der Wetterdienst einen Sturm über dem Pazifik. Genau das erleben Philippinen-Reisende jedes Jahr, vor allem im Herbst. Die Frage nach der besten Reisezeit lässt sich trotzdem klar beantworten, sie hat nur zwei Teile: Wann ist es im Land am angenehmsten? Und wo genau wollen Sie hin? Denn die Philippinen haben kein einheitliches Klima.

Die Faustregel: Dezember bis Mai

Für die meisten Ziele, die Erstbesucher ansteuern, ist die trockenere Jahreshälfte die beste Wahl. Sie beginnt im November oder Dezember und endet im Mai. Der Nordostmonsun, auf den Philippinen Amihan genannt, bringt dann vergleichsweise trockene und etwas kühlere Luft. Die See ist ruhiger, die Boote fahren verlässlicher.

Innerhalb dieser Phase gibt es Unterschiede:

  • Dezember bis Februar: angenehmste Temperaturen, aber auch die meisten Gäste. Über Weihnachten und Neujahr sind Unterkünfte knapp und teuer.
  • März bis Mai: heiß, tagsüber oft deutlich über 30 Grad. Dafür ist das Wasser meist klar und glatt, ideal für Schnorcheln und Bootstouren. Die Karwoche ist im katholisch geprägten Land eine Hauptreisezeit der Einheimischen.

Wer im Januar oder April reist, hat selten Probleme mit dem Wetter. Wer im September reist, braucht einen Plan B.

Regenzeit und Taifunsaison: was wirklich passiert

Von etwa Juni bis Oktober weht der Südwestmonsun, Habagat. Er bringt Regen, Wind und Wellen. Zugleich ist das die Zeit, in der Tropenstürme über den Westpazifik ziehen. Im Schnitt entstehen oder queren pro Jahr rund 20 Stürme das Verantwortungsgebiet des philippinischen Wetterdienstes PAGASA, ein Teil davon trifft Land. Die Spitze liegt meist zwischen August und Oktober, doch auch im November kann es noch einen schweren Sturm geben.

Das heißt nicht, dass es wochenlang gießt. Oft scheint morgens die Sonne, und am Nachmittag kommt ein kräftiger Schauer. Gefährlich wird es für die Reiseplanung, wenn ein Sturm naht. Dann fallen Inlandsflüge aus, Fähren bleiben im Hafen, und Bootstouren werden abgesagt. Wer feste Anschlüsse hat, etwa einen Rückflug nach Europa, verliert in solchen Tagen schnell den Puffer.

Vorteile hat die Nebensaison trotzdem: weniger Gäste, niedrigere Preise, grüne Landschaft. Wenn Sie flexibel sind und Reiserücktritts- sowie Abbruchversicherung prüfen, ist der Juni oder Juli ein vertretbares Risiko. Der Hochsommer und Herbst sind es für eine eng getaktete Inselhopping-Route eher nicht.

Warum Palawan anders tickt als Bohol

Die Faustregel gilt nicht überall gleich. PAGASA unterscheidet vier Klimatypen, und für Reisende sind zwei Unterschiede wichtig.

Der Westen des Landes, dazu zählen Palawan und die Westküste mit Boracay, hat eine klar getrennte Trockenzeit von etwa November bis April und eine nasse Phase im Rest des Jahres. Wer El Nido oder Coron plant, sollte sich daran halten. In der Regenzeit sind Touren häufiger eingeschränkt, die Sicht unter Wasser kann schlechter sein.

In anderen Teilen, etwa auf Teilen der Visayas mit Cebu und Bohol, verteilt sich der Regen gleichmäßiger über das Jahr. Es gibt dort keine so scharfe Trennung, auch in der Trockenphase kann es regnen, und in der nassen Phase gibt es viele sonnige Tage. Die Ostküsten, etwa auf Samar, bekommen ihren meisten Regen dagegen oft im Winter.

Die Reisezeit nach Reisetyp

  • Strandurlaub auf Boracay: Der White Beach liegt an der Westseite und ist in der Amihan-Zeit besonders ruhig, also grob von November bis Mai. In der Regenzeit dreht der Wind, dann ist der White Beach unruhiger.
  • Palawan, Bootstouren: Dezember bis Mai. Wer es etwas leerer mag, plant den Beginn oder das Ende dieser Phase.
  • Cebu und Bohol: Auch hier sind Januar bis Mai die verlässlichsten Monate. Die Chocolate Hills werden in der Trockenzeit braun, in der nassen Phase sind sie grün. Beides hat seinen Reiz.
  • Tauchen: Die Sicht ist meist in der ruhigen Phase am besten. Die abgelegenen Tubbataha-Riffe im Sulusee werden nur in einem kurzen Fenster im Frühjahr per Tauchsafari angefahren. Die genauen Termine nennen die Veranstalter.
  • Preisbewusst und flexibel: Juni bis Juli, mit Puffertagen und Versicherung.

Packen und planen: drei Dinge, die sich lohnen

Wetter ist auf den Philippinen kein Detail, sondern Teil der Route. Drei Gewohnheiten helfen:

  1. Legen Sie vor dem Rückflug einen Reservetag ein. Auf Inseln entscheidet manchmal ein einziger Sturm über den Anschluss.
  2. Prüfen Sie ein bis zwei Tage vor jeder Etappe die Warnungen des Wetterdienstes PAGASA und die Hinweise Ihrer Unterkunft.
  3. Buchen Sie flexible Tarife für Inlandsflüge und Fähren, wenn Sie zwischen Juni und November reisen.

Leichte, schnelltrocknende Kleidung, ein Regenschutz für den Rucksack und ein wasserdichter Beutel für das Handy gehören ohnehin ins Gepäck.

Sicherheit und Einreise

Das Auswärtige Amt informiert in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für die Philippinen über Einreisebestimmungen, regionale Warnungen und das Verhalten bei Naturereignissen. Schauen Sie vor der Buchung hinein, und ein weiteres Mal kurz vor dem Abflug. Bei einem aufziehenden Sturm gelten die Anweisungen der örtlichen Behörden.

Häufige Fragen

Welcher Monat ist der beste für die Philippinen?

Für die meisten Routen Februar bis April: wenig Regen, ruhige See. Im Mai wird es sehr heiß, aber meist noch trocken.

Kann ich im September oder Oktober reisen?

Ja, wenn Sie bereit sind, die Route kurzfristig zu ändern. Rechnen Sie mit Regentagen und möglichen Ausfällen. Für Erstbesucher mit knapper Zeit ist es nicht die beste Wahl.

Ist die Hauptsaison überfüllt?

Rund um Weihnachten, Neujahr und die Karwoche ja. Wer im Januar nach dem Jahreswechsel oder im März reist, findet leichter Platz.

Lesen Sie auch

Quellen

  1. PAGASA (Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration): Klimatypen der Philippinen und Informationen zu tropischen Wirbelstürmen, pagasa.dost.gov.ph.
  2. UNESCO World Heritage Centre: Tubbataha Reefs Natural Park. Welterbeliste, Eintragung 1993.
  3. Auswärtiges Amt: Philippinen, Reise- und Sicherheitshinweise (aktuelle Fassung auf der Seite des Auswärtigen Amts prüfen).